So, zwei Juniwochen sind rum, und ich bin ganz zufrieden mit den beiden. (c:Diplomarbeit(en)Ich habe inzwischen meine endgültige Note für Diplomarbeit numero uno bekommen:
*trommelwirbel*
EINSKOMMADREI!
*jubel* (c:
Wie man sehen (lesen) kann, bin ich stolz wie Oskar. Arbeit numero due hat inzwischen einen Titel: "Auswirkungen flexibler Verbraucher auf tagesabhängige Preise von Elektroenergie". Wie es sich für eine wissenschaftliche Abhandlung gehört, kan man nur schwer vom Titel auf den Inhalt schließen. Im Klartext geht's um Folgendes: Den Elektroautos gehört die Zukunft.Der Verbrennungsmotor unter der Haube ist ein Auslaufmodell. Zwar sind die Modelle über Jahrzehnte optimiert und technisch inzwischen im höchsten Maße anspruchsvoll, aber das ändert nichts daran, dass sie Benzin oder Diesel und damit letztendlich Erdöl brauchen. Und dort liegt der Hase im Pfeffer, wie inzwischen jeder weiss: Das Zeug geht langsam zur Neige. Ein paar Jahrzehnte wird es zwar noch dauern, bevor die letzte Ölquelle versiegt, aber die Probleme gehen schon lange vorher los. Nämlich dann, wenn mehr Öl nachgefragt wird, als gefördert werden kann. Ob die aktuellen Ölpreise (deutlich über 135 $ pro Barrel, Stand vom vergangenen Freitag, dem 6. Juni 2008) kurzfristig so hoch bleiben, weiss natürlich keiner. Ich persönlich gehe davon aus, dass wir erst einmal eine deutliche Korrektur bekommen werden. Preise unter 100 $ würden mich nicht wundern. Mittel- und langfristig kennt der Trend aber definitiv nur eine Richtung: weiter hoch.Und damit wird das geschehen, was immer passiert, wenn irgendetwas mit mehreren Anwendungsmöglichkeiten teurer wird: Diejenigen Verbraucher mit der geringsten Konsumentenrente werden sich zuerst nach Substituten umsehen. ...oh Verzeihung, das war Deutsch für Volkswirte! Klartext: Als Erstes werden Ölheizungen unrentabel, und irgendwann danach eben auch der Ottomotor. Tendenziell wird sich auch die Chemische Industrie nach Ersatzstoffen und neuen Herstellungsprozessen umschauen, und irgendwann auch die Pharmakonzerne, weil Öl dort zwar benötigt wird, aber keinen soooo großen Einfluss auf die Kosten hat - im Gegensatz zu Heizungen und Autos, wo das Zeug einfach nur verbrannt wird. Dafür wird es bald ganz einfach zu schade sein."Steckdose statt Tankstelle" ...und die ProblemeAus diesem Grund will (und muss) die Autoindustrie umsteigen. Dabei gibt es mehr als nur eine Möglichkeit: Elektromotoren, Brennstoffzelle (BSZ), Hybride Modelle (also Kombinationen aus Akku und BSZ) und vielleicht auch noch anderes. Diejenigen Varianten mit Akkus haben eines gemeinsam: Sie müssen irgendwann aufgeladen werden. Dabei wird es für die Betreiber der Stromnetze extrem interessant, WANN das passiert. Warum? Weil nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit gleich viel Strom vebraucht wird. Die Kraftwerkskapazitäten müssen aber so ausgelegt werden, dass sie den maximal vorkommenden Spitzenbedarf abdecken - sonst gehen früh, mittags und abends regelmäßig die Lichter aus. Erschwerend kommt dazu, dass Strom kaum im großen Maßstab gespeichert werden kann (das geht nur in Pumpspeicherkraftwerken, und von denen gibt's nur wenige). Also muss zu jeder Zeit genau so viel Strom "hergestellt" werden, wie benötigt wird. Andernfalls schwankt die Frequenz (in Dtl sind das 50 Hz) und unsere Geräte gingen kaputt.Die TageslastkurveHier mal ein Tagesdiagramm der Stromnachfrage. Die Spitzen sind deutlich erkennbar. Wenn jetzt auch noch jeder sein Elektroauto um diese Zeit laden würde, haben wir auch in Deutschland regelmäßig indische Verhältnisse - und ich meine damit nicht die 10% Wirtschaftswachstum. Am cleversten wäre es daher, wenn die Autos nachts an die Dose kämen. Damit könnte man die Tageslastkurve glätten, was den Durchschnittsstrompreis deutlich senken würde. Warum? Weil die Netzbetreiber dann größere "Energieblöcke" von den Kraftwerksbetreibern kaufen könnten - und große Blöcke sind eben billiger als kleine, weil... okok, ich höre ja schon auf! ;o)Stand der DingeZur Zeit lese ich mich in die Thematik des Stromhandels ein, nachdem ich mir ein paar Grundlagen der Energiewirtschaft angeeignet habe. Spannendes Thema, auch wenn es vielleicht erstmal trocken klingen mag! Als Nächstes werde ich eine grobe Gliederung erarbeiten, die dann in Zusammenarbeit mit meinen Betreuern verfeinert und konkretisiert wird. Diesmal werde ich wohl nur 60 statt 80-100 Seiten zur Verfügung haben. Ich bin gespannt, ob ich halbwegs eine Punktlandung hinbekomme oder Überzeugungsarbeit leisten muss (a.k.a. "um mehr Seiten betteln"). Was sonst noch?Anja ist wieder da. Die erste gemeinsame Woche war einfach toll, und inzwischen kommt es uns so vor als wäre sie gar nicht weg gewesen. :o)(c:Maja hat uns zum Beachball verführt. Fazit des ersten Spiels/Trainings heute: blaue Flecken an Handgelenken und Daumen, vom Sand gepeelte Schienbeine (ich renne viel und hechte gern), aber keine ernsthaften Verletzungen. Bin mal auf den morgigen Muskelkater gespannt. Memo an mich selbst: Beim anschließenden Baden daran denken, rechtzeitig raus zu gehen! Das Wasser ist nämlich deutlich kälter als im Stadtbad. Und wenn man so ein Hänfling wie ich ist ("Ein Mann wie ein Schrank: Sie nannten ihn "Spint"), dann bibbert man danach noch lange rum. SEHR lange. Sollte ich eigentlich an der irischen Atlantikküste gelernt haben.
Abschied von AIESEC: Nachdem das Chemnitzer LC (Lokalkomittee) zum Jahresanfang aufgelöst wurde, bin ich bisher trotzdem noch auf dem Emailverteiler von AIESEC Deutschland geblieben. Irgendwie hängt man eben nach mehreren Jahren Mitarbeit daran... und man will ja auch wissen, was "im Verein" alles so passiert. Aber nachdem kaum noch (für mich) Lesenswertes oder wenigstens Interessantes über die Liste kam (de.members meine ich) und in den letzten Tagen fast ausschließlich Mails mit Fehlermeldungen oder diese unsäglichen automatisierten "Ich bin verreist und antworte später"-Mails reinflatterten, habe ich heute nicht mehr ganz so schweren Herzens einen Schlussstrich gezogen. *schnief*
Ich werde es vermissen, aber sobald es zeitlich besser aussieht, suche ich mir eine Ersatzdroge. Wer einmal mit anderen gemeinsam die Welt verbessern wollte, der kommt davon nicht so schnell los. (c:
Labels: AIESEC, Diplomarbeit, Erneuerbare Energien, Geothermal Power, Geothermie, Renewable Energy